Parallel zu den Aktiven trug auch die B-Jugend ihre Süddeutschen Meisterschaften in Ohrdruf aus. Für die Teilnehmer der LG Staufen gab es im Thüringer Wald Silber für Weitspringerin Alexandra Kitzenmaier, dreimal Bronze und sieben weitere Endkampf-Platzierungen.

Sprint-Ass Martin Schönbach verbesserte schon im 100-m-Vorlauf seine Bestzeit um vier Hundertstel auf erstklassige 11,26 Sekunden. Im Finale hatte er mit böigem Gegenwind zu kämpfen und belegte in 11,36 Sekunden Rang 3. Einen Hausrekord stellte auch Sven Zellner über 110 m Hürden auf. Im Vorlauf rannte der Igginger mit feinen 14,74 Sekunden neun Hundertstel schneller als seither. Im Endlauf wiederholte er exakt diese Zeit und wurde Fünfter.

4x100-m-Staffel

Sehr eng ging es über 4 x 100 m zu. Der TSV Friedberg-Fauerbach siegte in 44,21 Sekunden vor dem LC Bingen in 44,30 und der LG Staufen (Aichholz, Schönbach, Zellner, Barth) in ausgezeichneten 44,39 Sekunden. Dass die seitherige LGS-Bestzeit von 44,75, aufgestellt bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin, so klar unterboten wurde, kostete Trainer Lutz Dombrowski einen Satz Eisbecher.

Kevin Aichholz überquerte mit dem Stab hoch die 3,90 m. Als er danach gleich auf 4,10 m erhöhen ließ, pokerte er zu hoch und scheiterte. Damit wurde der Lorcher Siebter. Eine glänzende Weitsprung-Serie legte Julian Barth hin. Der Böbinger verbesserte seine Saisonbestmarke von 6,43 m über 6,50 m und 6,62 m auf prächtige 6,73 m. Nur um einen Zentimeter wurde er von dem Völklinger Lars Degen auf den Bronzerang verwiesen. Es siegte der deutsche Vizemeister Yannick Roggatz (TV Heppenheim) mit 7,12 m.

Obwohl Kevin Aichholz vor dem Balken zu viel verschenkte, steigerte er sich im Dreisprung um fünf Zentimeter auf 12,17 m und wurde Zehnter. Pech hatten die beiden LG-Speerwerfer. Im dritten Durchgang zerbrach der LG-eigene Speer nach dem Wurf von Jonathan Seidel bei der Landung, und man musste mit geliehenen Geräten weiter werfen. Das ging bei dem Alfdorfer mit 56,33 m (Platz 6) noch relativ gut. Der baden-württembergische Meister und Mitfavorit Patrick Hess kam jedoch über 65,81 m und Platz 4 nicht hinaus, was dem Wißgoldinger sichtlich zu schaffen machte.

Bei der weiblichen Jugend B gewann Alexandra Kitzenmaier ihren 200-m-Vorlauf in guten 25,95 Sekunden. Im Endlauf kam die baden-württembergische Hallenmeisterin bei 1,3 m/s Gegenwind auf der ungeliebten Außenbahn nach 26,82 Sekunden als Sechste ins Ziel. Über 100 m Hürden steigerte sie sich im Vorlauf von 15,06 Sekunden auf famose 14,88 Sekunden. Als entgegen der vorherigen Ankündigung dann urplötzlich doch ein B-Endlauf angesetzt wurde, kam sie hier ohne richtiges Aufwärmen in 15,46 auf Platz 6.

Alexandra Kitzenmaier

Einen glänzenden Eindruck hinterließ die Waldstetterin im Weitsprung. Hinter Geza Kratzsch (TSV Friedberg-Fauerbach), die mit 5,77 m gewann, wurde sie mit den im letzten Durchgang erzielten 5,65 m Vizemeisterin!

Dass Maike Wolf unter den siebzehn Dreispringerinnen den Endkampf erreichte, war schon ein großer Erfolg. Obwohl sie nie den Fuß aufs Brett bekam und bei ihrem besten Sprung 2,0 m/s Gegenwind blies, verbesserte sich die Bettringerin um 16 cm auf 10,80 m und wurde damit Siebte. Hammerwerferin Saskia Rösiger sah beim Einwerfen noch hervorragend aus. Als es dann galt, ließ sie sich jedoch zu sehr unter Druck setzen, fabrizierte vier ungültige Versuche und musste sich mit 41,58 m und Platz 5 zufrieden geben.

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