Zum dritten Mal nach 2010 und 2013 holte sich Hammerwerfer Alexander Ziegler bei den Süddeutschen Meisterschaften in Regensburg souverän den Titel. Seine LG Staufen war mit insgesamt sieben Athleten im Universitätsstadion vertreten.
Ausgerechnet das Hammerwerfen war auf dem Nebenplatz der einzige Wettbewerb, der durch Regen beeinträchtigt war. Titelverteidiger Alexander Ziegler zeigte schon im ersten Durchgang mit 73,39 m seinen Siegeswurf. Auch die Weiten von 73,02 m und 72,53 m waren unter diesen Bedingungen im grünen Bereich. Die Konkurrenz konnte den Dischinger nicht im Mindesten fordern. Simon Lang (LG Stadtwerke München) wurde mit 67,89 m Zweiter vor Stefan Dietl (LG Eintracht Frankfurt) mit 57,48 m.
Pech hatte Sprinter Michael Kucher, dass bei seinem 200-m-Vorlauf 1,4 m/s Gegenwind herrschte. Da der baden-württembergische U20-Jugendmeister die ersten fünfzig Meter zu langsam anging, kam er als Vierter nicht über 22,53 Sekunden hinaus.
Um seine geringen Junioren-WM-Chancen zu wahren, wurde Weitspringer Max Wolf von Coach Lutz Dombrowski geraten, volles Risiko zu gehen. Die ersten beiden Sprünge wären auch klar über die bisherige Bestleistung des Bettringers hinausgegangen, waren jedoch übergetreten. Mit einem Sicherheitssprung von 7,04 m konnte er sich im dritten Durchgang gerade noch in den Endkampf retten. Mit seinem sechsten Versuch verbesserte sich der U20-Landesmeister schließlich noch auf 7,17 m und wurde Sechster vor seinem Teamkameraden Robin Breymaier, der bei 7,01 m landete, ohne den Balken getroffen zu haben. Schade, dass der Waldstetter jetzt wegen einer bevorstehenden Kiefer-OP die Saison beenden muss.
Über rätselhafte Muskelschmerzen klagte 400-m-Läuferin Anna Schmidt. Mit 60,43 Sekunden belegte sie Rang 8. Dass sie schon nach der Hälfte des Rennens stehend k. o. war, lässt sich nur medizinisch erklären.
Auf der 1500-m-Strecke schlug die später in 4:15,49 Minuten siegende Hanna Klein (LG Limes-Rems) gleich zu Beginn ein Höllentempo an, von dem sich Svenja Sickinger verleiten ließ mitzugehen. Eine Durchgangszeit von 2:16 Minuten bei 800 Metern ist für sie aber einfach noch zu schnell. So wurde sie praktisch auf der Ziellinie noch von zwei weiteren Konkurrentinnen abgefangen und vom zweiten auf den vierten Platz durchgereicht. Dennoch können sich ihre 4:29,61 Minuten sehen lassen.
Im Hochsprung holte sich die für den SSV Ulm 1846 startende Bettringerin Lena Bryxi den Titel. Im dritten Versuch überquerte sie erstmals starke 1,77 m und verbesserte sich damit um einen Zentimeter. Nadine Niemann (LAZ Obernburg-Miltenberg) wurde mit 1,74 m Zweite. Dreispringerin Lisa Ostertag wurde mit im ersten Durchgang erzielten ordentlichen 11,27 m Fünfte. Ihr Potenzial konnte sie damit aber bei weitem nicht ausschöpfen.
Erstellt: 7. Juli 2014 | Autor: Hans Bendl
Kommentar schreiben:
[Zeilen und Absätze werden automatisch umgebrochen. Ihre Mailadresse wird nicht angezeigt.]
