Den Start für die Rot-Weißen machte Widera im Weitsprung. Nachdem das Einspringen sehr gut klappte, durfte man im Wettkampf Einiges erwarten. Jedoch ging sie den Balken im ersten Durchgang etwas zu defensiv an, weshalb die erwartete Weite noch nicht erreicht wurde. Im zweiten Versuch bestätigte sie Form vom Einspringen und setzte einen weiten Satz in die Grube. Durch einen Fehler bei der Landung, der Aufregung im Vorfeld geschuldet, verlor Widera allerdings hier einige Zentimeter, was eine Finalteilnahme bedeutet hätte. Der dritte Sprung war mit einer Weite von 5,77 Metern gut, aber nicht optimal. Mit Rang neun und nur sieben Zentimetern Rückstand verpasste die Heubacherin das Finale nur denkbar knapp. Dennoch landete sie mit dieser Leistung unter den besten zehn Weitspringerinnen ihrer Altersklasse.

Am darauffolgenden Tag trat der Wetzgauer im Finale erneut gegen starke Konkurrenz an, direkt neben ihm liefen mit Aleksi Rösler der Dritte des Vorjahres und Marvin Schlegel der Halleneuropameisterschaftsteilnehmer diesen Jahres über diese Strecke. Nach einem guten Start musste er nach 200 Metern etwas abreißen lassen, aufgrund der wenigen Wettkampfläufe in diesem Jahr fehlte ihm hier die Tempohärte. Aber auch hier zog er auf der Zielgeraden an und beendete den Finallauf mit 48,51 Sekunden als Vierter. In der Gesamtabrechnung stand für ihn Platz zehn zu Buche.
