Den größten Jubel gab es nach dem Zieleinlauf der 4×100-Meter-Staffel. In 45,92 Sekunden sprinteten Leana Scholz, Nelly Sohn, Leona Grimm und Naomi Baumann zu Gold und bestätigten damit zum wiederholten Mal die A-Norm für die Deutschen Meisterschaften. Und das bei Gegenwind und auf einer Bahn, die alles andere als einfach war. Nur eine Hundertstelsekunde fehlte zum Vereinsrekord – ein Lauf, der nicht nur sportlich, sondern auch emotional ein Statement war.

Für Nelly Sohn war es ohnehin ein Wettkampf der Superlative: Im Weitsprung setzte sie mit 6,30 Metern ein echtes Ausrufezeichen. Es war nicht nur ihre persönliche Bestleistung, sondern auch die Erfüllung der B-Norm für die Deutschen Meisterschaften der Aktiven in Dresden – ein Sprung mit Perspektive. Leana Scholz sprang mit 5,78 Metern auf Rang sieben und erzielte dabei ebenfalls eine persönliche Bestmarke. Leona Grimm rundete den starken Dreifachauftritt mit Platz zehn ab.

Grimm war zudem über die Hürden nicht zu bremsen: Mit 13,95 Sekunden sicherte sie sich die Silbermedaille und damit die Vizemeisterschaft über 100 Meter Hürden – und das trotz Rückenbeschwerden im Vorfeld der Meisterschaften. Über die 200 Meter glänzte sie zusätzlich mit neuer persönlicher Bestzeit von 24,54 Sekunden und einem tollen siebten Platz. Noeli Klassen zeigte über 100 Meter mit 12,95 Sekunden ein stabiles Rennen und wurde im 200-Meter-Lauf Sechzehnte.
Jede Athletin trug zu einem unvergesslichen Meisterschaftswochenende bei. Der Teamgeist, die Formstärke und die Leidenschaft, mit der die Frauen der LG Staufen in Stuttgart antraten, waren beeindruckend – und stehen sinnbildlich für die Qualität der gesamten Trainingsgruppe.
In Kombination mit den Erfolgen des Männerteams war dieses Wochenende ein sportliches Fest für die LG Staufen – und macht Lust auf die kommenden Herausforderungen auf Bundesebene.
Frauen:
100m: Klassen 12,95sek
200m: 7. Grimm 24,54sek – 16. Klassen 26,08sek
100m Hürden: 2. Grimm 13,95sek
4x100m Staffel: 1. LG Staufen 1 (Scholz, Sohn, Grimm, Baumann) 45,92sek
Weitsprung: 2. Sohn 6,30m – 7. Scholz 5,78m – 10. Grimm 5,51m
Den emotionalen Höhepunkt setzte die 4×100-Meter-Staffel: Tobias Schroth, Michael Kucher, Samuel Hofmann und Leon Hofmann stürmten in atemberaubenden 41,43 Sekunden zu Gold – trotz Gegenwind und schwieriger Bedingungen. Damit knackten sie nicht nur die A-Norm für die Deutschen Meisterschaften, sondern stellten auch einen neuen Vereinsrekord auf. Ein Lauf wie aus einem Guss, bei dem jeder Wechsel saß und das Stadion den Atem anhielt. Aber auch die zweite Staffel der Rot-Weißen mit Philip Kelterer, Lukas Wagner, Ben Frei und Joseph Lundulukeni zeigte sehr gute Wechsel und kam auf Rang fünf ins Ziel. Der gemeinsame Jubel im Anschluss war entsprechend groß.
Auch die Einzelleistungen konnten sich sehen lassen: Tobias Schroth erlebte ein Wochenende in Topform. Über 200 Meter lief er mit 22,37 Sekunden persönliche Bestzeit – ebenso wie über 110 Meter Hürden, wo er in starken 15,41 Sekunden auf Platz vier sprintete. Ben Frei (22,82 Sekunden) und Lukas Wagner (22,97 Sekunden) steigerten sich über 200 Meter ebenfalls zu neuen persönlichen Bestzeiten, während Philip Kelterer über 100 Meter ebenfalls glänzte.

Michael Kucher unterstrich seine konstante Klasse über 400 Meter mit Silber in guten 48,06 Sekunden. Auch Joseph Lundulukeni kämpfte sich beherzt ins Ziel und blieb in dieser Saison erstmals unter der 52-Sekunden-Marke.
Im Hochsprung war Jeremias Ring einmal mehr eine Klasse für sich – mit 1,97 Metern sicherte er sich ungefährdet den Titel. Auch wenn die 2-Meter-Marke dieses Mal nicht geknackt wurde, bewies er in diesem Jahr eine durchweg konstante Leistung. Luca Wowra komplettierte auf Rang sieben das gute Teamergebnis.
Im Weitsprung feierte die LG Staufen gleich einen Doppelsieg: Samuel Hofmann flog auf 6,91 Meter und holte Gold bei den Männern, direkt gefolgt von seinem Bruder Leon mit 6,82 Metern. Besonders hervorzuheben ist, dass beide Athleten noch der Jugend U20 angehören und damit bei den Männern für ordentlich Furore sorgten. Philip Kelterer wurde mit guten 6,39 Metern Siebter, Luca Wowra landete auf Platz neun. Damit schafften es vier Staufener unter den besten Zehn.
In den Wurfdisziplinen startete Leon Schubert mit zwei Auftritten. Während es im Kugelstoßen nicht ganz glatt lief, schaffte er zumindest im Diskuswurf den Einzug ins Finale und wurde dort mit einer soliden Weite Sechster. Speerwerfer Patrick Hess schleuderte sein Arbeitsgerät auf sehr gute 70,84 Meter – Platz drei und ein weiteres Highlight, auch wenn er selbst mit seinem Abschneiden nicht zufrieden war.

Fast jede Disziplin, in der die LG-Männer antraten, endete mit Edelmetall oder neuen persönlichen Marken. In dieser Form gehört die rot-weiße Männermannschaft aktuell zur absoluten Landesspitze und wird sich demensprechend auch bei den Deutschen Meisterschaften präsentieren.
Ein rundum starkes Meisterschaftswochenende – das Pendant dazu lieferten die LG-Frauen, die in Stuttgart nicht weniger beeindruckend auftraten.
Ergebnisse:
Männer:
100m: Kelterer 11,35sek – Frei 11,59sek
200m: 12. Schroth 22,37sek – 15. Frei 22,82sek – 16. Wagner 22,97sek
400m: 2. Kucher 48,06sek – 19. Lundulukeni 51,89sek
110m Hürden: 4. Schroth 15,41sek
