LG Staufen mit sechs Starts in Dresden
LG Staufen | Aktuell
Deutsche Meisterschaften

LG Staufen mit sechs Starts in Dresden

So stark war die LG Staufen seit vielen Jahren nicht mehr auf nationaler Bühne vertreten: Gleich vier Einzelstarts und zwei Staffeln gingen bei den Deutschen Meisterschaften im traditionsreichen Heinz-Steyer-Stadion in Dresden an den Start – ein Meilenstein für den Verein und ein Wochenende voller wertvoller Erfahrungen, starken Leistungen und bemerkenswerter Perspektiven.

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LG Staufen mit sechs Starts in Dresden

LG Staufen mit sechs Starts in Dresden

So stark war die LG Staufen seit vielen Jahren nicht mehr auf nationaler Bühne vertreten: Gleich vier Einzelstarts und zwei Staffeln gingen bei den Deutschen Meisterschaften im traditionsreichen Heinz-Steyer-Stadion in Dresden an den Start – ein Meilenstein für den Verein und ein Wochenende voller wertvoller Erfahrungen, starken Leistungen und bemerkenswerter Perspektiven.

Mehrkämpferin Leona Grimm hatte bereits an den Tagen zuvor im Siebenkampf alles gegeben. Doch die Chance auf ihren ersten Einzelstart bei einer DM wollte sie sich nicht entgehen lassen. Über die 100 Meter Hürden stellte sie sich der Spezialistinnen-Konkurrenz – trotz sichtlicher Erschöpfung. Der erste Startversuch musste abgebrochen werden, weil Startordner ihr ein Zucken unterstellten. Grimm erhielt die gelbe Karte, durfte zum Glück aber weiterlaufen. Mit verhaltener Reaktionszeit, aber viel Willensstärke kämpfte sie sich durch den Lauf und blieb in 13,82 Sekunden nur knapp über ihrer persönlichen Bestzeit – Platz 17 in Deutschland.

Für Nelly Sohn, die jüngste Athletin im Feld der Weitspringerinnen, war die Teilnahme an den Titelkämpfen der Aktiven ein echtes Highlight. Die noch der Jugendklasse U20 angehörende Springerin hatte sich mit starken 6,30 Metern bei den Süddeutschen Meisterschaften qualifiziert und wollte in Dresden mutig angreifen. Doch der erste Versuch mit geriet unsauber – der Anlauf stimmte nicht. Auch der zweite Sprung (5,79 m) war technisch nicht optimal. So blieb nur der letzte Versuch, um in den Endkampf der besten Acht zu kommen. Trotz großem Einsatz reichte es nicht – am Ende ein respektabler zehnter Platz und vor allem eine wichtige Erfahrung auf großer Bühne.

Einen weiteren DM-Einstand feierte Jeremias Ring im Hochsprung der Männer. Erst kürzlich bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Ulm am Start, ging es für ihn nun in Dresden gegen die besten Aktiven des Landes. Die Anfangshöhe von 1,95 Metern riss er zunächst knapp, bewältigte sie im zweiten Versuch mit Unterstützung des Publikums. Die angestrebten zwei Meter waren an diesem Tag aber zu hoch. Dennoch zeigte sich der junge Athlet zufrieden: Platz elf bei den Erwachsenen, mehrere persönliche Bestleistungen und Medaillen in den vergangenen Wochen sprechen für seine starke Entwicklung.

Mit Michael Kucher stand auch ein erfahrener Athlet im roten Trikot der LG Staufen an der Startlinie. Über 400 Meter wollte er erstmals in dieser Saison die Marke von 48 Sekunden knacken. Auf Bahn zwei ging er das Rennen mutig an, lag bei Streckenhälfte in der Spitzengruppe – doch der schnelle Auftakt forderte auf der Zielgeraden seinen Tribut. Am Ende blieb die Uhr bei 48,60 Sekunden stehen, Platz 22.

Das größte Ausrufezeichen setzten die beiden 4×100-Meter-Staffeln der LG Staufen. Zunächst verpassten die Frauen in der Besetzung Leana Scholz, Nelly Sohn, Leona Grimm und Naomi Baumann in starken 45,94 Sekunden den Vereinsrekord nur um drei Hundertstel – und liefen damit auf Rang neun.

Im direkten Anschluss präsentierten sich auch die Männer in Bestform: Tobias Schroth, Michael Kucher sowie die beiden Jugend-Athleten Samuel und Leon Hofmann liefen schnelle 41,52 Sekunden und belegten damit Platz 15. Besonders bemerkenswert: Mit Sohn, Baumann sowie den beiden Hofmann-Brüdern standen gleich vier Nachwuchsathleten in den Staffeln – ein starkes Zeichen für die Zukunft der LG Staufen. Ein Dank gilt zudem an die Ersatzläufer der Staffeln, Noeli Klassen sowie Ben Frei und Philip Kelterer, die für den Fall der Fälle bereit gewesen wären.

Ergebnisse:
Frauen:
100m Hürden: 17. Grimm 13,82sek
Weitsprung: 9. Sohn 5,79m
4x100m: 9. LG Staufen (Scholz, Sohn, Grimm, Baumann) 45,94sek

Männer:
400m: 22. Kucher 48,60sek
Hochsprung: 11. Ring 1,95m
4x100m: 15. LG Staufen (Schroth, Kucher, S. Hofmann, L. Hofmann) 41,52sek

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