Unter den zahlreichen Anträgen auf Satzungsänderung waren zwei Anträge, die direkt Einfluss auf die württembergische Präsenz im DLV-Präsidium hatten. Zum einen wurde beantragt, in Zukunft keine Doppelmandate mehr zuzulassen; d.h. Präsidenten von Landesverbänden sollen keine Mitglieder des DLV-Präsidiums mehr sein dürfen.
Zum anderen wurde beantragt, die bislang von WLV-Präsident Jürgen Scholz gehaltene Position des Allgemeinen Vizepräsidenten, zugleich Stellvertreter des DLV-Präsidenten, einzusparen. Beiden Anträgen stimmte der Verbandstag mit den Gegenstimmen aus Baden und Württemberg zu.
Neben Jürgen Scholz, der entsprechend der neuen Satzung nicht mehr dem DLV-Präsidium angehören kann, ist mit Günther Lohre, der sich aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wahl für die Position des Vizepräsidenten Leistungssport stellte, ein weiterer Württemberger aus dem DLV-Präsidium ausgeschieden.
Mit großer Mehrheit von 86 Prozent der abgegebenen Stimmen wurde dagegen WLV-Vizepräsident Fred Eberle als Vorsitzender des Bundesausschusses und Vizepräsident Bildung und Wissenschaft im Amt bestätigt. Ebenfalls mit großer Mehrheit wurde DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop für weitere vier Jahre wiedergewählt.
Neu im Präsidium des DLV ist mit Ernst Burgbacher aus Trossingen allerdings ein weiterer Württemberger. Der FDP-Politiker ist derzeit noch Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium von Philipp Rösler und übernimmt im DLV ab sofort als Nachfolger von Franz-Josef Probst die Funktion des Schatzmeisters. Er scheidet nach Bildung einer neuen Bundesregierung aus der Politik aus.
