Bei heißen Temperaturen um die 40 Grad wurden die süddeutschen Meisterschaften der Jugend U18 in Kaiserslautern ausgetragen. Trotz des Wetters stach eine Athletin besonders heraus: Leonie Riek, die sich mit starker Bestzeit die Goldmedaille über die 400m Hürden sicherte. Eine weitere Medaille gab es für Lea Riedel, die im Kugelstoßen Silber holte.

Trotz der Temperaturen hatte die Leichtathletikabteilung des 1. FC Kaiserslautern als Veranstalter den Wettbewerb voll im Griff. Zwar mussten einige Kampfrichter im Laufe des Tages aufgrund der Hitze aufgeben, allerdings wurde ständig Ersatz gefunden. Doch nicht nur die Helfer mussten mit den 40 Grad kämpfen, sondern auch die Athleten selbst.

Umso höher ist die starke Bestzeit von Leonie Riek einzuordnen. Die Spezialistin über 400m Hürden reiste bereits als Favoritin nach Kaiserslautern, trotz der Bedingungen wurde sie dieser Rolle gerecht. Darüber hinaus setzte sie mit einer neuen Bestzeit von 62,11 Sekunden noch einen drauf und steht mit dieser Zeit im Moment auf Rang sechs in Deutschland. „Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll“, sagte Riek nach dem Lauf.

Ebenfalls auf der Sprintbahn unterwegs waren Maren Seidl und Linda Henninger. Beide Nachwuchsathletinnen stellten sich der starken Konkurrenz über 100m und 200m. Beide schlugen sich ordentlich und erreichten auf der kurzen Distanz den Zwischenlauf. Auch über die 200m-Strecke präsentierten sich die beiden unter diesen Umständen in guter Verfassung.

Lisa Maihöfer nutzte die Meisterschaften als Vorbereitung für die Weltmeisterschaften in Kolumbien. Über die 100m Hürden stellte sie als Vorlaufschnellste mit 13,93 Sekunden eine neue Bestzeit auf und liegt damit auf Rang vier in Deutschland. Auf das Finale verzichtete sie. Zudem nahm sie noch am Speerwurf teil, ebenfalls als Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften.

Auch Lea Riedel startete über die 100m. Dort erreichte sie in neuer Bestzeit von 12,50 Sekunden punktgenau die Norm für die deutschen Meisterschaften. Auf den Zwischenlauf verzichtete sie aber, da sie an diesem Wochenende ein Mammutprogramm zu absolvieren hatte. Anschließend lief sie mit Maihöfer, Seidl und Henninger die 4x100m-Staffel. Das Quartett zeigte sich in starker Verfassung und glänzte mit guten Wechseln. Allerdings stockte es beim letzten Wechsel, hier startete Riedel wenige Augenblicke zu früh und Henninger hatte keine Chance, das Staffelholz noch zu übergeben.

Nach dem Staffelauftritt hatte Riedel Schmerzen im Fußgelenk und meldete sich vom Weitsprung ab, um ihre Spezialdisziplin Kugelstoßen nicht zu gefährden. Dort landete sie auf dem Silberrang und holte nach dem Sieg von Riek die zweite Medaille für die LG Staufen.

Ergebnisse:
WJU18:
100m: Riedel 12,50sek – Henninger 12,70sek – Seidl 12,69sek
200m: Henninger 26,62sek – Seidl 26,22sek
100m Hürden: Maihöfer 13,93sek
400m Hürden: 1. Riek 62,11sek
Kugel: 2. Riedel 14,43m
Speer: 18. Maihöfer 34,21m

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