Als eine der jüngsten Athletinnen im Feld überzeugte Milaine Ammon bei den Europameisterschaften der Junioren im finnischen Espoo mit dem vierten Platz im Kugelstoßen. Nach einer bisher starken Saison mit einigen Bestleistungen, Siegen und Medaillen zeigte die Gmünderin von der LG Staufen einen tollen internationalen Wettkampf.

Milaine Ammon beim Kugelstoß

Milaine startete mit Vereinsrekord in die Freiluftsaison

Vergangenes Jahr durfte Milaine Ammon beim U20-Länderkampf im Rahmen der European Championships erstmals das deutsche Nationaltrikot tragen und internationale Luft schnuppern. Mit ihren Stößen weit über die 16-Meter-Marke und der Deutschen Vizemeisterschaft in diesem Jahr qualifizierte sich die Gmünderin dann auch für die Junioren-Europameisterschaften in Espoo (Finnland).

Dort musste sie am Morgen ihres Wettkampftages zunächst in der Qualifikation antreten, um sich für das Finale am Abend zu qualifizieren. „Ich konnte dort ganz entspannt antreten, weil ich wusste, wie weit ich es in diesem Jahr schon geschafft habe“, sagte Ammon. Die geforderten 15,50 Meter meisterte die Athletin der LG Staufen dabei mit Bravour und zeigte mit 16,14 Metern der Konkurrenz, dass mit ihr an diesem Tag zu rechnen war.

„Da alles an einem Tag stattfand, bin ich im Stadion geblieben, um nochmal alles auf null zu setzen, mich zu konzentrieren und abends nochmals alles zu geben“, so die Nachwuchssportlerin nach ihrem Wettkampf. Schlussendlich schafften es insgesamt zwölf Kugelstoßerinnen in das Finale der Europameisterschaften.

Beim Einstoßen gelangen Milaine Ammon dann bereits weite Stöße, was sie allerdings zum Wettkampfbeginn etwas aus der Bahn warf: „Ich habe schwer in den Wettkampf gefunden, weil das Einstoßen so gut war“, konstatierte die junge Gmünderin. „Das hat mich sehr unter Druck gesetzt, weil ich gesehen habe, dass ich die Weiten der anderen auch stoßen kann.“ Nach einigen Fehlversuchen beförderte Ammon dann im fünften Versuch die 4-Kilogramm-Kugel auf 16,11 Meter. Um noch eine Chance auf eine Medaille zu haben, legte sie im letzten Durchgang nochmal alles in die Waagschale, aber auch dieser Versuch wurde leider ungültig gegeben.

Am Ende standen für Milaine Ammon 16,11 Meter und Rang vier zu Buche, dabei zählte sie mit ihren 19 Jahren zu den jüngsten Starterinnen im Feld und behauptete sich eindrucksvoll gegen die teilweise mehr als zwei Jahre ältere Konkurrenz. Auch ihre deutsche Teamkollegin Sina Prüfer aus Neubrandenburg hielt sie deutlich hinter sich. Trotz der knapp verpassten Medaille ist die Nachwuchskugelstoßerin sehr zufrieden mit dem Abschneiden bei ihren ersten internationalen Meisterschaften, denen noch weitere Folgen sollen. „Mein Ziel Richtung Medaille zu stoßen habe ich erreicht, ich bin selbst sehr stolz auf mich.“

Für Ammon geht damit eine erfolgreiche Freiluftsaison zu Ende, neben dem Süddeutschen Meistertitel und der Deutschen Vizemeisterschaft wird jedoch sicherlich der vierte Platz bei den Europameisterschaften der Höhepunkt für die noch junge Kugelstoßerin der LG Staufen in diesem Jahr gewesen sein. Nach einer Verschnaufpause wird die Nachwuchsathletin sich dann im Herbst auf die neue, hoffentlich ebenso erfolgreiche Saison vorbereiten.

Ergebnisse:
Weibliche Jugend U23:
Kugelstoßen: 4. Ammon 15,65m – X – X – X – 16,11m – X

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