Zwei tolle Wettkampftage im Stadion Manfort, dem Trainingsstadion des TSV Bayer Leverkusen, und eine grandiose Stimmung trugen zu starken Leistungen vieler Athleten bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften der Juniorinnen und Junioren der U23 bei. In der 74. Auflage dieses Wettkampfes hatte die LG Staufen mit Theresa Widera im Weitsprung und Michael Kucher über die 400m zwei Athleten am Start.

Den Start für die Rot-Weißen machte Widera im Weitsprung. Nachdem das Einspringen sehr gut klappte, durfte man im Wettkampf Einiges erwarten. Jedoch ging sie den Balken im ersten Durchgang etwas zu defensiv an, weshalb die erwartete Weite noch nicht erreicht wurde. Im zweiten Versuch bestätigte sie Form vom Einspringen und setzte einen weiten Satz in die Grube. Durch einen Fehler bei der Landung, der Aufregung im Vorfeld geschuldet, verlor Widera allerdings hier einige Zentimeter, was eine Finalteilnahme bedeutet hätte. Der dritte Sprung war mit einer Weite von 5,77 Metern gut, aber nicht optimal. Mit Rang neun und nur sieben Zentimetern Rückstand verpasste die Heubacherin das Finale nur denkbar knapp. Dennoch landete sie mit dieser Leistung unter den besten zehn Weitspringerinnen ihrer Altersklasse.

Starke Konkurrenz für Michael

Langsprinter Michael Kucher stellte sich der Konkurrenz über 400m. Im vergangen Jahr wurde er auf dieser Strecke Achter, daher war das erklärte Ziel von Athlet und Trainer Lutz Dombrowski, erneut unter die besten Zehn in Deutschland zu kommen. Die gute Vorbereitung ließ auf tolle Zeiten hoffen, obwohl er unter der Woche auf Dienstreise in Köln war und sich dort nach Trainingsmöglichkeiten umsehen musste. Im Vorlauf musste Kucher gleich gegen den Vorjahressieger antreten. Nach 100 Metern lag er sehr gut im Rennen, jedoch ließ er sich vom langsamen Tempo des Favoriten täuschen und nahm daher Tempo raus. Nach weiteren 100m Metern bemerkte er seinen taktischen Fehler und zog wieder an. Auf den letzten Metern machte er so Boden gut und erzielte mit 48,18 Sekunden dennoch eine gute Zeit, mit der er ins B-Finale einzog. Der Tatsache geschuldet, dass es im Stadion nur sechs Rundbahnen gab, schafften es nur sechs Sprinter in das A-Finale.

Am darauffolgenden Tag trat der Wetzgauer im Finale erneut gegen starke Konkurrenz an, direkt neben ihm liefen mit Aleksi Rösler der Dritte des Vorjahres und Marvin Schlegel der Halleneuropameisterschaftsteilnehmer diesen Jahres über diese Strecke. Nach einem guten Start musste er nach 200 Metern etwas abreißen lassen, aufgrund der wenigen Wettkampfläufe in diesem Jahr fehlte ihm hier die Tempohärte. Aber auch hier zog er auf der Zielgeraden an und beendete den Finallauf mit 48,51 Sekunden als Vierter. In der Gesamtabrechnung stand für ihn Platz zehn zu Buche.

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