Mit Riesenbegeisterung trafen sich viele Viertklässler mit Begabung für die Leichtathletik im Stadion des Gmünder Beruflichen Schulzentrums zum VR-Tag des Talents. Die Sonne strahlte bei der Siegerehrung mit den Kindern um die Wette.

Auf Grund ihrer Leistungen beim Gmünder Sport-Spaß waren sie eingeladen worden, um einen Vierkampf zu absolvieren, der aus 20 Meter fliegend, 40 Meter Hürden, einem Zonenweitsprung und einem Heulballweitwurf bestand. Gerald Baiker, der Leiter des Talentstützpunkts der LG Staufen und Organisator der Veranstaltung, war von der Resonanz sehr angetan: „Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Rückmeldungen kommen. Schade nur, dass manche Schulen gar nicht reagiert haben. Jedenfalls haben wir jetzt ein schlagkräftiges Team beisammen, das Schwäbisch Gmünd bei der landesweiten VR-Talentiade am 21. Juli hier in diesem Stadion würdig vertreten wird.“

Herausragend war bei den Mädchen des Jahrgangs 1996 die Bargauerin Pia Prosch, die alle vier Disziplinen überlegen gewann und mit 2,80 Sekunden über 20 m fliegend und 6,70 Sekunden über 40 m Hürden die absoluten Tagesbestzeiten aufstellte. Auch bei den elfjährigen Jungen gab es mit dem Waldstetter Florian Wagner einen Vierfachsieger. Seine Schulkameradin Annika Rembold gewann bei den Mädchen 1997, der Lorcher Marc Aichholz bei den gleichaltrigen Jungen.

Für alle Teilnehmer stifteten die Volks- und Raiffeisenbanken Sachpreise, für die erfolgreichen Schulen Geldprämien. Die Jugendlichen der LG Staufen agierten als Kampfrichter und sahen sicher bereits einige Kids, die eines Tages in ihre Fußstapfen treten werden. Kreisschülerwartin Jutta Bryxi leitete das Aufwärmen an und bemühte sich anschließend um das leibliche Wohl von Kindern und Eltern.

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VR-Tag des Talents » Pia Prosch und Florian Wagner unbesiegt VR-Tag des Talents » Pia Prosch und Florian Wagner unbesiegt

VR-Tag des Talents » Pia Prosch und Florian Wagner unbesiegt VR-Tag des Talents » Pia Prosch und Florian Wagner unbesiegt
(Alle Photos: Gerald Baiker)


Aus der Vierkampf-Ergebnisliste:


Jungen 1996: 1. Florian Wagner (Bergschule Waldstetten), 2. Frederic Wolf (Stauferschule), 3. Tim Seidel (GS Hardt), 4. Yannik Lauer und Martin Stütz, 6. Marco Friedel, Marcel Schnierer (alle Uhlandschule Bettringen) und Stanislav Ridikop (Klösterleschule).
Jungen 1997: 1. Marc Aichholz (GS Lorch), 2. Ruben Fraidel (Uhlandschule Bettringen), 3. Samuel Klaus (GS Großdeinbach), 4. Julian Leutner (Römerschule Strassdorf), 5. Hennig Mühlleitner (Bergschule Waldstetten), 6. Dennis Bechthold (Uhlandschule Bettringen), Dario Bstock und Niklas Wild (beide Klösterleschule).
Mädchen 1996: 1. Pia Prosch (Scheuelbergschule Bargau), 2. Regine Weber, 3. Mirjam Barth (beide Uhlandschule Bettringen), 4. Anna Markowetz (GS Großdeinbach), 5. Franziska Brügner GS Wißgoldingen), 6. Laura Molinari (Klösterleschule), 7. Katharina Helm (GS Großdeinbach), 8. Verena Comite (Klösterleschule).
Mädchen 1997: 1. Annika Rembold (Bergschule Waldstetten), 2. Melissa Lehnert (Uhlandschule Bettringen), 3. Lea Schmid (Klösterleschule) und Anja Wagenblast (Uhlandschule Bettringen), 5. Theresie Kiefer und Franziska Leichs (beide Römerschule Strassdorf), 7. Carolin Maschke (Uhlandschule Bettringen). 8. Samira Roos (Römerschule Straßdorf).
Mannschaftswertung: 1. Uhlandschule Bettringen I 77 Platzpunkte, 2. Klösterleschule I 158 P., 3. Uhlandschule Bettringen II 163 P., 4. Römerschule Straßdorf 208 P., 5. GS Wißgoldingen 230 P., 6. Klösterleschule II 298 P. Die übrigen Schulen stellten keine kompletten Mannschaften.

Insgesamt sechs Mal kamen die Schüler und Schülerinnen der LG Staufen bei den Regionalmeisterschaften der Schüler B im Unterkochener Häselbachstadion zu Titelehren.

Die Ergebnisse in den jeweiligen Altersklassen im Kurzprotokoll:

M 13: Im Hochsprung konnte der Heubacher Vorjahressieger Robin Breymaier (LG Staufen) mit 1,48 m seinen Erfolg vom letzten Jahr nicht wiederholen. Er kam hinter dem zweifachen Regionalmeister Dennis Schönbach (LG Rems-Welland|1,51m) auf einen dennoch sehr guten zweiten Platz.

M 12: Mit Siegen im Hochsprung (1,49 m) und im Weitsprung (5,20 m) sowie zweiten Plätzen über 75 m (10,31) und im Speerwerfen (31,44 m) war der Bettringer Max Wolf (LG Staufen) einmal mehr die herausragende Erscheinung in diesem Jahrgang. Im Kugelstoßen musste sich Hallenregionalmeister Lukas Waldenmaier (LG Staufen) diesmal dem Langenauer Silas Ristl geschlagen geben

W 13: Schnellste Sprinterin war Charlotte Heilig (LG Staufen) mit 10,34 Sekunden über 75 m. Die Waldstetterin war auch beste Weitspringerin mit 4,76 m. Über 60 m Hürden verlor Eva Maria Begemann (LG Staufen) ihren Titel an die Ulmerin Jennifer Merx. Im Hochsprung unterlag sie bei gleicher Höhe von 1,43 m Lea Winter (DJK Ellwangen-SG Virngrund).

W 12: Im 800-m-Lauf behielt Annika Volquardsen (LG Brenztal) ihren Titel. Wie sich Sabrina Dammenmiller (LG Staufen) in 2:40,91 Minuten aber noch auf Platz 2 vorkämpfte, war schon erstaunlich. Ihre Mutlanger Teamkameradin Iris Kerker holte sich das Speerwerfen mit 24.69 m.

Nahezu 300 Jungen und Mädchen aus 24 Vereinen trafen sich im sonnendurchfluteten Häselbachstadion zu den Einzelregionalmeisterschaften der Schüler A und B. Die Ausrichter FV 08 und TV Unterkochen gaben sich viel Mühe, um dem Nachwuchs gute Bedingungen zu bieten.
Die LG Staufen sicherte sich insgesamt fünf Regionalmeistertitel und war damit hinter der TS Göppingen und der DJK Ellwangen-SG Virngrund der erfolgreichste Verein.

In der Klasse M 15 vermisste man den an der Hüfte verletzten Achtkampf-Regionalmeister Julian Barth (LG Staufen). Sein Teamkamerad Martin Schönbach nutzte allerdings die Chance und holte sich die Titel im 100-m-Lauf in 11,85 Sekunden, über 80 m Hürden in 11,58 (bisher 11,78) Sekunden und im Hochsprung mit 1,61 m. Damit war er erfolgreichster Athlet seiner Altersklasse.

Herausragender Teilnehmer der Klasse M 14 war Finn Härtel (LG Filstal), der drei Titel (100 m, 80 m Hürden und Weitsprung) absahnte. Im 1000-m-Lauf versuchte Robin Göhringer (LG Staufen) vergeblich, den Brenztäler Jonas Alt nicht entwischen zu lassen. Mit neuer Bestzeit von 3:01.45 Minuten musste sich der Großdeinbacher schließlich mit Platz 2 begnügen.

Bei den Mädchen von W 15 nahm Svenja Daubner (TS Göppingen) drei Titel mit nach Herlikofen. Sowohl über 80 m Hürden (12,68 Sekunden) als auch im Hochsprung mit sehr guten 1,62 m verteidigte sie ihre Vorjahreserfolge. Außerdem siegte sie mit ihrer 4 x 100-m-Staffel. Mit 28,69 m fiel der Speerwurf-Sieg an die Bettringerin Maike Wolf (LG Staufen).

Nachdem in W 14 mit Sarah-Lea Effert (LG Staufen) die Vorlaufschnellste (13,04) zum 100-m-Endlauf nicht mehr antrat, war der Weg frei für die württembergische Meisterin Ramona Pitan (DJK Ellwangen). Den Hochsprung beherrschte Lena Bryxi (LG Staufen), wie sie wollte. Mit 1,61 m stellte die württembergische Hallenmeisterin ihre persönliche Bestleistung ein.

Alle Einzelergebnisse der Meisterschaften von Unterkochen finden sich in der Ergebnisdatenbank der Ostalb-Website. 

 

Mit der Mannschaft Baden-Württembergs wurde Zehnkämpfer Andreas Treß (LG Staufen) beim DLV-Jugend-Mehrkampf-Cup in Filderstadt-Bernhausen Vierter. In der Einzelwertung belegte er mit 6420 Punkten Rang 14.

Keineswegs optimal verlief die Vorbereitung des 18-Jährigen auf diesen Wettkampf. In der Vorwoche reiste er mit seiner Schulklasse nach Ungarn und versäumte so wichtige Trainingseinheiten. Unter diesen Umständen war Trainer Fred Eberle zufrieden: „Die Leistungen werden stabiler und ausgeglichener, vor allem in den Sprüngen. Nachholbedarf besteht noch im Speerwerfen.“

Andreas Treß begann im Fleinsbachstadion mit 11,44 Sekunden über 100 m, sprang 6,57 m weit und stieß die Kugel 12,08 m. Im Hochsprung blieb er mit 1,83 m nur um einen Zentimeter unter seinem Hausrekord. Mit glänzenden 50,35 Sekunden unterbot er danach seine 400-m-Bestzeit um 89 Hundertstel. Fred Eberle war von diesem Auftritt äußerst angetan: „Das war schon sensationell; Andy kann einfach beißen, wenn es notwendig ist!“

Auch den zweiten Tag eröffnete Treß mit einer persönlichen Bestleistung. Über 110 m Hürden lief er mit 15,07 Sekunden die fünftschnellste Zeit. Der Diskus segelte auf 34,53 m hinaus. Im Stabhochsprung fehlten nur zehn Zentimeter zu seiner Bestmarke von 3,60 m. Die relativ schwachen 38,79 m im Speerwerfen trübten etwas den Gesamteindruck. Die 4:57,06 Minuten im abschließenden 1500-m-Rennen verhalfen dann zu insgesamt 6420 Punkten. Das waren 263 Zähler mehr als beim seitherigen Hausrekord. Für das erste A-Jugend-Jahr kann sich das sehen lassen.

Die Gesamtwertung der Landesverbände gewann Schleswig-Holstein mit 20 922 Punkten vor Nordrhein (19 965) und Sachsen (19 694). Das baden-württembergische Trio um Andy Treß wurde Vierter mit 19 346 Punkten.

Mit der ärztlichen Betreuung der Veranstaltung war vom DLV übrigens mit Dr. Stefan Vogt ein alter Bekannter beauftragt worden. Als ehemaliger erfolgreicher Staufen-Zehnkämpfer und Schützling von Fred Eberle brachte der jetzige Freiburger natürlich den erwünschten Stallgeruch mit.

LG_Staufen_Stefan_Koepf_05_2007c.jpg Immer besser kommt Weitspringer Stefan Köpf in Schwung. Beim traditionell am Himmelfahrtstag stattfindenden Leichtathletiksportfest in Bönnigheim signalisierte er, daß er diese Saison noch einiges vor hat. Bei insgesamt vier Sprüngen landete er jenseits der 7,30 m und konnte sich bei seinem weitesten Sprung über starke 7,41 m freuen. Damit verbesserte er seine Bestleistung aus dem Vorjahr um 5 cm und nimmt nun Kurs auf die 7,50-m-Marke.

Nicht ganz so glücklich waren die weiteren LG-Staufen-Weitspringer Matthias Barth und Nils Wacker. Im Endergebnis landeten sie zwar auf den Plätzen 2 und 3, sowohl Matthias (6,78 m), als auch Nils (6,60m) wollen bei den nächsten Wettkämpfen allerdings noch einige Zentimeter mehr drauflegen.

 

 

 


Einen kaum zu erwartenden Erfolg gab es für die LG Staufen bei den baden-württembergischen Staffelmeisterschaften in Neckargemünd. Beim 4 x 400-m-Rennen der weiblichen Jugend A holten sich die Rot-Weißen nicht nur die Bronzemedaille, sondern qualifizierten sich auch für die deutschen Meisterschaften.

Der Start war insofern ein Experiment, weil sowohl die Start- als auch die Schlussläuferin noch nie ein 400-m-Einzelrennen bestritten hatten und ihr Leistungsvermögen nur ungefähr abzuschätzen war. Zudem gehören alle vier Läuferinnen noch der B-Jugend an, wo die 4 x 400 m noch nicht zum Wettkampfprogramm gehören. Unter diesen Umständen verkauften sich die Mädchen bei sehr kühler Witterung hervorragend.

Isabell Blumenstock, Svenja Sickinger, Alexandra Kitzenmaier und Lea Saur konnten zwar der LG Karlsruhe (3:56,88) und dem LAZ Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg (3:57,69) nicht ernsthaft gefährlich werden; mit glänzenden 3:59,52 Minuten unterboten sie jedoch deutlich die Norm (4:10,20) für die deutschen Meisterschaften und blieben lediglich vier Sekunden über dem Kreisrekord der LSG Aalen. Der TSV Baden Östringen (4:01,10) und die SG Bruchhausen/TSV Weil (4:11,10) wurden deutlich in Schach gehalten.
 

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(Photo: Lutz Dombrowski)