Willkommen auf der Internetseite der LG Staufen!
Wer in Baden-Württemberg eine Leichtathletikmeisterschaft besucht, dem fallen nach kurzer Zeit mit Sicherheit Athletinnen und Athleten in rot-weißen Trikots auf. In diesen Farben und mit dem signifikanten LG-Emblem auf der Brust zählen die Leichtathleten der LG Staufen seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten in Süddeutschland.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1970 hat sich die LG Staufen zu einer unverrückbaren Größe in der deutschen Leichtathletikszene entwickelt. Damals schlossen sich die Leichtathletikabteilungen der TG Schwäbisch Gmünd und der TS Göppingen zusammen, um auch überregional mit den großen Leichtathletikvereinen konkurrieren zu können. Inzwischen wird die LG Staufen von den folgenden acht Vereinen getragen: Heidenheimer Sportbund, TSB Schwäbisch Gmünd, SG Bettringen, TV und FC Bargau, TV Bopfingen, TV Mögglingen, TSV Lorch.
Keineswegs optimal waren die äußeren Bedingungen beim 12. Nationalen Abendsportfest im Besigheimer Gustav-Siegle-Stadion, zu dem die LG Staufen vor allem Sprinter und Mittelstreckler entsandte.
Der A-Jugendliche Martin Schönbach wollte der stärkeren Konkurrenz wegen über 100 Meter in der Männerklasse starten. Dort lief er in der Tat vorzügliche 11,15 Sekunden (Rang 5), womit er die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften erneut um fünf Hundertstel unterbot. Sean Robinson wurde mit 11,57 Sekunden Zwölfter und landete auf der doppelt so langen Distanz mit 23,50 Sekunden auf Platz 13. Die 400 Meter beendete Markus Kuntner nach 53,10 Sekunden als Sechster.

In seiner eigentlichen Altersklasse lief Martin Schönbach dann die 200 Meter. Hier sollten an sich mehr als 23,65 Sekunden und Platz 3 herausschauen. Bei der B-Jugend legte Andreas Dammenmiller diese Strecke in 24,96 Sekunden (Platz 10) zurück. Besonders lobte Trainer Lutz Dombrowski Mittelstreckenspezialist André Hieber: „Er verbessert seine Bestzeit Stück für Stück!“ Als Vierter über 800 Meter drückte der Regionalmeister dieses Mal seinen Hausrekord um zwölf Hundertstel auf 2:03,91 Minuten herunter.
Bei den Frauen traf Svenja Sickinger im 800-m-Lauf auf die Koreanerin Soo-yeon Son, die in 2:13,77 Minuten nur knapp vor der baden-württembergischen Vizemeisterin gewann. Die Bettringerin blieb in 2:14,02 Minuten wieder deutlich unter der für die Deutschen Juniorenmeisterschaften geforderten Qualifikationszeit von 2:17,00 Minuten. Ebenfalls nur eine knappe Niederlage erlitt Vanessa Lehnert, die über 400 Meter der weiblichen Jugend A in 60,72 Sekunden Laura Fritz (VfB Stuttgart, 60,49) unterlag.
Bei der weiblichen Jugend B trat Sarah-Lea Effert im 100-m-Sprint an und wurde in 12,95 Sekunden Dritte. Schwach war die Konkurrenz im Hochsprung für Lena Bryxi. Nach längerer Verletzungspause konnte die süddeutsche Meisterin bei ihrem Sieg mit 1,66 m überzeugen und blieb nur vier Zentimeter unter der DM-Norm.
Für LG-Staufen-Trainer Lutz Dombrowski gehört es schon zu einer kleinen Tradition, dass er jedes Jahr mit einer Athletengruppe zum „Springen mit Musik“ ins kleine Weisenbach an der Murg fährt. Gelohnt hat es sich auch dieses Mal.

Im Weitsprung der männlichen Jugend A kam Julian Barth wieder einmal dicht an die 7-m-Marke heran. Hinter dem Ötigheimer Marco Senn (6,99 m) belegte er mit ausgezeichneten 6,97 m den zweiten Platz. Seine Fahrkarte zu den Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm hat sich der baden-württembergische Hallenmeister schon vor einiger Zeit mit 7,09 m geholt.
Gespannt war man bei der männlichen Jugend B auf den Auftritt von Robin Aichholz, der sich seit Wochen in Hochform befindet. Mit einer Bestmarke von 6,22 m angereist, katapultierte sich der Lorcher auf sensationelle 6,81 m hinaus und sprang damit sozusagen gerade noch auf den fahrenden Zug nach Ulm; denn schon am Tag darauf war Meldeschluss für die nationalen Titelkämpfe, wo in dieser Altersklasse 6,80 m für die Teilnahme verlangt werden. Natürlich gewann er mit dieser Weite den Wettkampf.
Auch der gleichaltrige Robin Breymaier verbessert sich in dieser Saison am laufenden Band. Im Dreisprung schraubte er nun seine persönliche Bestleistung um dreißig Zentimeter nach oben auf 13,18 m und wurde Zweiter. Ebenfalls Zweite in dieser Disziplin wurden Maike Wolf bei der weiblichen Jugend A mit 10,41 m und Melanie Breymaier, die bei der weiblichen Jugend B mit 9,30 m ihr Debüt in dieser technisch anspruchsvollen Übung gab.
Wenn am Freitagabend um 18.35 Uhr bei der Leichtathletik-EM in Barcelona die Weitsprung-Qualifikation der Männer mit dem deutschen Meister Christian Reif als einzigem DLV-Vertreter beginnt, werden die Gedanken des Gmünder Stadtsportlehrers Lutz Dombrowski ins Jahr 1982 zurückwandern.
Damals, bei den 10. Europameisterschaften in Athen, stand er am Ende ganz oben auf dem Siegerpodest. 8,41 m hatten die Kampfrichter vom Bandmaß abgelesen, zwar windunterstützt, aber das spielte letztlich keine Rolle. Schon zwei Jahre zuvor hatte der ehemalige Chemnitzer bei den Olympischen Spielen in Moskau mit 8,54 m triumphiert. Und diese Weite ist seit nunmehr dreißig Jahren von keinem Deutschen im Freien übertroffen worden!