Willkommen auf der Internetseite der LG Staufen!
Wer in Baden-Württemberg eine Leichtathletikmeisterschaft besucht, dem fallen nach kurzer Zeit mit Sicherheit Athletinnen und Athleten in rot-weißen Trikots auf. In diesen Farben und mit dem signifikanten LG-Emblem auf der Brust zählen die Leichtathleten der LG Staufen seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten in Süddeutschland.

LG Staufen Emblem

Seit ihrer Gründung im Jahr 1970 hat sich die LG Staufen zu einer unverrückbaren Größe in der deutschen Leichtathletikszene entwickelt. Damals schlossen sich die Leichtathletikabteilungen der TG Schwäbisch Gmünd und der TS Göppingen zusammen, um auch überregional mit den großen Leichtathletikvereinen konkurrieren zu können. Inzwischen wird die LG Staufen von den folgenden neun Vereinen getragen: Heidenheimer Sportbund, TSB Schwäbisch Gmünd, SG Bettringen, TV und FC Bargau, TV Bopfingen, TV Mögglingen, TSV Lorch und TV Steinheim.

Mit sensationellen Bestzeiten wartet LG-Staufen-Sprinter Sven Zellner zum Auftakt der Freiluftsaison auf. An seinem Studienort El Paso in Texas gelang es ihm, drei persönliche Bestleistungen und zwei Vereinsrekorde aufzustellen.
Bereits am 22. März verbesserte sich der 21-Jährige im Trikot der University of Texas at El Paso (UTEP) über 200 Meter um zehn Hundertstel auf 21,87 Sekunden. Am Wochenende startete er nun beim „UTEP Invitational“ auf dem heimischen Kidd Field. Auch hier machte sich das verstärkte Sprinttraining bezahlt.
Im C-Finale über 100 Meter gewann er bei einem Rückenwind von 1,6 m/s in hervorragenden 10,70 Sekunden, was im Gesamtergebnis Platz 8 bedeutete. Mit dieser Zeit zerbröselte er geradezu seine bisherige Bestzeit von 11,00 Sekunden und löste damit auch Fabio Muscolo als Vereinsrekordhalter der LG Staufen ab. Der Italiener war 1996 in Frankfurt 10,72 Sekunden gelaufen.
Besonders freute sich Sven Zellner über sein Ergebnis auf der 110-m-Hürden-Strecke. Hier konnte der baden-württembergische Meister als Sieger seinen Hausrekord von 14,41 auf großartige 14,09 Sekunden drücken. Dabei hätte die Zeit noch besser ausfallen können: „Ärgerlich war nur, dass ich die sechste Hürde umgekickt habe. Das hat mich aus dem Rhythmus gebracht und natürlich Zeit gekostet!“ Dennoch löschte der Igginger den ältesten Vereinsrekord der LG Staufen aus. Der Bettringer Kurt Aubele war 1973 als deutscher Juniorenmeister in Berlin 14,28 Sekunden gelaufen.
Jetzt wartet Sven Zellner auf seinen nächsten Wettkampf. Die „Drake Relays“ stehen in zwei Wochen in Iowa an. „Das wird eine spannende Sache; denn da sind nicht nur gute College-Athleten am Start, sondern auch Profis wie David Oliver, der Weltmeister über die 110 m Hürden, oder Jeremy Wariner, der frühere Weltmeister und Olympiasieger über 400 Meter.“

Bei der Bahneröffnung in Rechberghausen debütierten vier Nachwuchs-Langstreckler der LG Staufen auf der 2000-m-Strecke. In der Klasse M 13 zeigte Philip Kelterer der gesamten Konkurrenz die Hacken. Mit ausgezeichneten 6:58,42 Minuten distanzierte er Jonas Gaugler (Ausdauersportteam Süßen) um mehr als 21 Sekunden. Im Vorjahr hätte diese Zeit des 800-m-Regionalmeisters Platz 2 in der württembergischen Bestenliste bedeutet.
Auch die drei LG-Mädchen der Klasse W 14 vermochten im Sportpark Lindach zu überzeugen. Mira Merholz wurde mit 7:28,38 Minuten in ihrem Rennen Zweite. 2013 liefen nur drei Württembergerinnen in dieser Altersklasse schneller. Auf den Plätzen 5 und 6 erreichten Annalisa Pfefferle nach 7:33,95 und Lara Wiedmann in 7:47,06 Minuten das Ziel.

Deutschlands Nummer 2 im Hammerwerfen, Alexander Ziegler (LG Staufen), gestaltete in den USA seinen Saisonauftakt erfolgreich. Bei den Florida Relays in Gainesville gewann er seine Spezialdisziplin mit ansehnlichen 72,44 Metern.
Der 26-jährige Schützling von Fred Eberle, der wohl seine Zelte an seinem bisherigen Studienort Blacksburg und damit auch bei seinem Universitätsclub Virginia Tech abbrechen wird, begann mit 70,23 m. Nach einem ungültigen zweiten Wurf erzielte er 70,07 m. Im vierten Durchgang schleuderte er das 7,26-kg-Gerät dann auf die Siegesweite von 72,44 Meter hinaus. Er verwies damit seine Konkurrenten Andy Fryman (Mjolnir Throwing) mit 71,19 m und Michael Lihrman (Wisconsin) mit 69,10 m auf die Plätze 2 und 3.
Zieglers Leistung ist nicht allzu weit von der Norm (73,50 m) entfernt, die der Europäische Leichtathletikverband für die Teilnahme an den Europameisterschaften 2014 in Zürich voraussetzt. Allerdings schraubt der Deutsche Leichtathletikverband die Anforderungen für seine Athleten wesentlich höher: Er verlangt nicht weniger als 77,50 Meter für das Ticket in die Schweiz!

Keine personellen Änderungen an der Spitze, Fortschritte im sportlichen Bereich, aber eine angespannte Finanzlage: Das waren die wichtigsten Erkenntnisse, die bei der Jahreshauptversammlung der Leichtathletik-Gemeinschaft Staufen gewonnen werden konnten.
Der 1. Vorsitzende Günter Mayer freute sich, den Mitgründer der LG Staufen und soeben gekürtes Ehrenmitglied des Württembergischen Leichtathletikverbandes, Walter Lenz, unter den zahlreichen Anwesenden begrüßen zu dürfen. Sein Dank galt allen Mitarbeitern und Unterstützern der LG. Der Betreuer-Mangel konnte zumindest teilweise durch die Besetzung zweier FSJ-Stellen gemildert werden. Gespräche mit Stadtverwaltung und Landrat lassen auf eine Renovierung des Gmünder BSZ-Stadions im kommenden Jahr hoffen.
Sportliche Aushängeschilder waren im vergangenen Jahr bei den Aktiven Hammerwerfer Alexander Ziegler, Hürdensprinter Sven Zellner und Mittelstrecklerin Svenja Sickinger. Bei der Jugend-Vereinswertung des WLV kam die LG Staufen auf Platz 1, bei den Schülern auf Platz 2. Fünfzehn Kader-Athleten sind die Leistungsträger des Vereins. In der Vereinsgesamtwertung des Deutschen Leichtathletikverbandes machte die LG einen Sprung von Rang 42 auf Platz 26.
Ende 2013 habe es keine Abgänge, dagegen einige talentierte Neuzugänge gegeben. Die Saison sei mit einer gelungenen Jahresfeier bei der SG Bettringen beschlossen worden. Günter Mayer wünschte sich für den Verein, das derzeitige Niveau zumindest halten zu können. Dazu könnten mehr Übungsleiter und ein größerer Sponsoren-Pool helfen. Schließlich wies der Vorsitzende noch auf einige Änderungen in der „Deutschen Leichtathletik-Ordnung“ hin: Die Mannschafts-Meisterschaften werden umstrukturiert, die neue Kinder-Leichtathletik soll überall Anwendung finden, und erstmals werden für die Jugend U16 Deutsche Einzel-Meisterschaften durchgeführt.
Der Bericht von Kassiererin Anita Helm machte deutlich, wie angespannt die Finanzlage der LG Staufen derzeit ist. Dabei wurde auch klar, dass die Kosten umso höher sind, je erfolgreicher die Athleten werden, denkt man nur an die Fahr- und Übernachtungskosten. Keinerlei Beanstandungen fanden die Kassenprüfer Ralf Geringer und Norbert Bryxi.
Geschäftsführer Jan Dinser-Mayer bedankte sich bei den Kampfrichtern und anderen Helfern bei den verschiedenen Wettkampf-Veranstaltungen, die der Verein organisiert. Das Meldeverfahren klappe im Großen und Ganzen, wogegen es bei der Bestellung von Sportkleidung teilweise Probleme mit den Herstellern gebe.
Bei der Aussprache wurde vor allem die finanzielle Situation der LG angesprochen. Die Rücklagen werden allmählich aufgezehrt; man lebt von der Substanz. Eine wünschenswerte Aufrüstung der Zeitmessanlage wird weitere Kosten verursachen.
Walter Lenz führte die Entlastung der Vorstandschaft durch. Diese wurde einstimmig erteilt. Ebenso wurden Günter Mayer (Alfdorf) als Vorsitzender, Richard Wolf (Bettringen) als sein Stellvertreter und Anita Helm (Gmünd) als Kassiererin in ihren Ämtern bestätigt. Anträge des TV Bargau zu einer Änderung des Umlagesystems für die Stammvereine wurden kontrovers diskutiert. Eine Entscheidung darüber wurde vertagt, um für die Meinungsbildung sich noch Zeit nehmen zu können.

Der Württembergische Leichtathletik-Verband geht mit der bewährten Führungsmannschaft in die nächsten vier Jahre. Die Delegierten der 25 WLV-Kreise bestätigten beim 46. Ordentlichen Verbandstag des WLV in Bietigheim-Bissingen nicht nur Präsident Jürgen Scholz, sondern auch dessen gesamte Führungsmannschaft in den Ämtern.
Jürgen Scholz geht damit in seine vierte Amtszeit. In seiner Rede an die Delegierten zog er ein positives Fazit. Die wirtschaftliche Konsolidierung des Verbandes sei auf einem guten Weg und sowohl im Bereich Leistungssport als auch im Breiten- und Freizeitsport sei der WLV gut aufgestellt.
In seinem Amt als Lehrwart wurde auch der Gmünder Fred Eberle bestätigt. Er nimmt weiterhin die Position des Vizepräsidenten ein. Die einzige Änderung ergibt sich auf der Position des Jugendwarts. Nachdem sich der langjährige Vertreter der Jugend im WLV-Präsidium, der Alfdorfer Günter Mayer, nicht mehr zur Wahl stellte, haben die Jugend- und Schülerwarte der Kreise Oliver Krebs (Stuttgart) bereits am 5. März zum neuen Jugendwart des WLV gewählt. Vom Verbandstag des WLV wurde Oliver Krebs nun einstimmig in diesem Amt bestätigt.
Günter Mayer war beim WLV seit 1988 als Schulsportbeauftragter Mitglied des Präsidiums. 2002 übernahm er das Amt des Jugendwarts und wurde 2004 auch zum Vizepräsidenten gewählt. 2011 erklärte er sich bereit, den vakanten Vorsitz der LG Staufen zu übernehmen. In diesem Jahr verlieh ihm Ministerpräsident Kretschmann das Bundesverdienstkreuz. Der 69-Jährige will auch weiterhin kommunalpolitisch tätig sein und kandidiert erneut bei den anstehenden Gemeinderatswahlen in Alfdorf.
Breiten Raum nahmen die Ehrungen im Rahmen des Verbandtags ein. Zum neuen Ehrenmitglied des WLV wurde Walter Lenz (Schwäbisch Gmünd) ernannt. Der 77-Jährige gehörte zu den Gründungsmitgliedern der LG Staufen im Jahre 1970. Der Rechtsanwalt und langjährige Vorsitzende der CDU-Gemeinderatsfraktion war seinerzeit Vorsitzender der Turngemeinde Gmünd, einer Vorläuferin des heutigen TSB Gmünd. Aus dieser Zeit stammt auch sein Interesse am Handball. Sein Herz gehört aber immer noch der Leichtathletik, für die er im Hintergrund nach wie vor tätig ist. Es vergeht kaum ein Tag, an dem er sich nicht im Training oder beim Wettkampf sehen lässt.

Ein letztes Mal in dieser Indoor-Saison tummelten sich in der Gmünder Sporthalle die Leichtathleten auf Regionalebene. Gesucht war das beste U12-Team im Mehrkampf nach dem neuen Kinderleichtathletik-System. Dabei hatte der TSV Bad Boll vor dem TV Bargau und der Kombination TSB Gmünd/ TV Mögglingen I die Nase vorne.

Alle Kinder hatten in den mit Jungen und Mädchen gemischten Teams einen Vierkampf zu absolvieren. Zu ihm gehörten ein 50-m-Sprint, ein Additions-Weitsprung, der Scher-Hochsprung und der Medizinballstoß. Zum Abschluss gab es noch die stimmungsvolle 40-m-Hindernis-Pendelstaffel, die vom TSV Bad Boll in 1:44,6 Minute vor dem TSV Erbach (1:47,2) und dem TV Bargau (1:48,4) gewonnen wurde.
In der Klasse M 11 war Marvin Pfizenmaier (TSV Bad Boll) mit 7,90 Sekunden schnellster Sprinter. Im Additions-Weitsprung lag Max Baur (TSV Erbach) mit 12,05 m vorne. Die Vierkampf-Gesamtwertung gewann jedoch klar der Wißgoldinger Lukas Bader. In M 10 war der Mutlanger Hendrik Lappe mit 7,98 Sekunden bzw. 12,01 m der Beste und war auch im Vierkampf nicht zu schlagen.
Bei den Mädchen von W 11 glänzte die Aalenerin Michelle Fischer mit sehr schnellen 7,74 Sekunden im Sprint und 11,48 m im Additions-Weitsprung. Damit gewann sie auch überlegen den Vierkampf. In W 10 war Carla Kussmaul (TSV Bad Boll) mit ihren 8,30 Sekunden und 11,14 m eine Klasse für sich.
Die Vierkampf-Ergebnisse:
M 11: 1. Lukas Bader (TSB Gmünd) 9 Rangpunkte, 2. Max Baur (TSV Erbach) 16 RP, 3. Lukas Knoblauch (TV Bargau) 19 RP, 4. Marvin Pfizenmaier (TSV Bad Boll) 20 RP, 5. Ole Barth 34 RP, 6. Joah Schwab (beide TV Bargau) 41 RP, 7. Noah Macrovassilis (TSV Adelberg-Oberberken) 45 RP, 8. Lauric Poller (LSG Aalen) 48 RP.
M 10: 1. Hendrik Lappe (TSB Gmünd) 12 RP, 2. Manuel Mauch (LG Filstal) 33 RP, 3. Hannes Frankenreiter (DJK Wasseralfingen) 79 RP, 4. Sven Eckerson (TSV Bad Boll) 82 RP, 5. Kevin Kelterer (TSB Gmünd/ TV Mögglingen) 87 RP, 6. Andreas Unruh (DJK Ellwangen-SG Virngrund) 95 RP, 7. Philip Polder (TS Göppingen) und Max Reiher (TSG Schnaitheim) 97 RP.
W 11: 1. Michelle Fischer (LSG Aalen) 7 RP, 2. Elena Schoppe (Heidenheimer SB) 12 RP, 3. Sara Hahn (TSV Bad Boll) 14 RP, 4. Jule Müller (TSV Erbach) 17 RP, 5. Dea Gashi (TSV Bad Boll) und Benita Frieß (LG Rems-Welland) 30 RP, 7. Fjolla Islami (TSV Bad Boll) 40 RP, 8. Jule Eßwein (LG Rems-Welland) 46 RP.
W 10: 1. Carla Kussmaul (TSV Bad Boll) 15 RP, 2. Helena Nardy (TSV Adelberg-Oberberken) 45 RP, 3. Sina Rzeznik (LG Filstal) 66 RP, 4. Melissa Hartdegen (LG Lauter) 93 RP, 5. Davina Hübner (TV Bargau) 98 RP, 6. Maja Scholz (DJK Wasseralfingen) 117 RP, 7. Romy Sprinzl (LG Filstal) 123 RP, 8. Lea Böhringer (TSV Erbach) 126 RP.
Mannschaftswertung: 1. TSV Bad Boll 8 RP, 2. TV Bargau 16 RP, 3. TSB Gmünd/ TV Mögglingen I 17 RP, 4. LSG Aalen II 22 RP, 5. TSV Erbach 25 RP, 6. TS Göppingen 30 RP, 7. LG Filstal/ DJK Ellwangen-SG Virngrund 37 RP, 8. DJK Wasseralfingen 45 RP, 9. TSV Adelberg-Oberberken 49 RP, 10. LG Rems-Welland und TSG Schnaitheim 54 RP, 12. TV Bargau/ TV Steinheim und TSB Gmünd/ TV Mögglingen III 59 RP, 14. TSB Gmünd/ TV Mögglingen II 60 RP, 15. LG Lauter 70 RP, 16. Heidenheimer SB 72 RP, 17. LSG Aalen I 83 RP.